Presse über Kabarett


Reutlinger Nachrichten. ...aber die gute Laune, die Ute und Rolf Könneke bei ihrem
Gastspiel in der "tonne" verbreiteten, war doch zu ansteckend, als
daß sich irgend jemand ihr hätte entziehen können. Es war schon ein erstaunliches
Paar, das da mit einem Minimum an sichtbaren Utensilien sein Publikum
einzufangen verstand. Wohl bietet sich's an, die beiden gegeneinander
auszuspielen, um festzustellen, wer wohl mehr zum Gelingen des Programms
beigetragen habe. Aber es bringt doch wohl nichts ein, wenn wir die
unglaublichen Talente der weiblichen Partnerin herausstreichen: Es war ja doch
erst die Gesamtleistung des Mini-Ensembles, die den Abend so bemerkenswert
macht.
Berner Tagblatt. Höhepunkt und Finale ist eine von beiden Künstlern
präsentierte Szene aus einer imaginären (russischen) Oper, mit deutscher
Kurzübersetzung: Ute singt und agiert mit rasanter Pseudodramatik als Geliebte,
als Geliebter und als Gatte, der ihn tötet - und Rolf bringt ein
Einmannorchester frei nach Mussorgskij und Rimskij-Korsakow, das nicht von
Pappe ist
Mainzer Tagblatt. Literarisch Gewitzten bieten Ute und Rolf Könneke
allabendlich bis zum Sonntag im Kleinkunstforum "Unterhaus" delikate
Kost. Das Vorgericht ist allerdings so stark gepfeffert, daß sich der Gast
zunächst schockiert fühlt und nach dem Furioso erst einmal Luft holen muß.
Diese Inrtoduktion läßt auch schon ahnen, was in Ute steckt. Es ist eine ganze
Menge, ein Schauspielertemperament par excellence, dem kein Pathos zu viel
wird.
St.Blasien. Was die Beiden machen, ist Kabarett oder auch Satire, ist
Parodie auf Einrichtungen der Gesellschaft, ist Kleinkunst von hohem Können.
Lippische Rundschau. Die Reife, die aus der Beobachtung menschlicher,
psychologisch so oder so erklärbarer Verhaltensweisen und Attitüden spricht,
beeindruckt. Sie ist es wohl auch, die den Monologen, Schlagern, Film-Kritiken
und "Kammerarien", die in spritziger Folge, immer neuen Verwandlungen
und einfallsreich-vielseitig paradierten, das Niveau garantiert.
Schwarzwälder Bote. Die Begeisterung war allgemein, und der herzliche, stürmische
Beifall tat kund, was jeder spürte: Die Freude über einen überaus vergnüglichen
Kabarettabend, dem es an nichts fehlte, weder an Treffsicherheit und Biß, noch
an Witz und Humor, weder an Einfall noch an kongenialer Darstellung...Ute
Könneke erwies sich als Kabarettistin von Rang, die ihre Texte und Szenen mit
bewundernswerter Sicherheit und Können darbot. Sie verriet damit großartiges
schauspielerisches Talent, die glückliche Gabe, Texte in Farbe, Glanz und
Stimmung unübertroffen interpretieren zu können...Rolf Könneke, der für die
Musik verantwortlich zeichnet, hat damit zu kongenialen Skizzen gefunden; sie
machen Musik nicht zum Beiwerk, sondern zu tragenden, prägenden Elementen dieses
Abends. Dies umso mehr, als gerade die musikalischen Nummern und Szenen zu den
besonderen Glanzstücken zählen.
Südwest-Presse. Die Interviewszene hat Ute Könneke besonders gern, und wenn
man sich dem bunten Wirbel der ganz in schwarz gewandeten Ute Könneke die Augen
gerieben hat, glaubt man's gern. Sie geht gern aus sich raus und will den
ganzen Bühnenraum.
Calwer Kreiszeitung. Es zeigt in allen Passagen auf höchstem Niveau stehende
mimische Verwandlungskunst und wie ausgezeichnet sich gerade der Alltag in der
Bundesrepublik gesellschaftskritisch, heiter und treffend darstellen läßt, daß
wir geradezu anfällig sind fürdie Parodie, wie sie etwa in der Szene über die
komplizierten Spielregeln unserer Gesellschaftsspiele, unserer Freude über
hochgestochen nichtssagende Redewendungen, oder auch nur in der
selbstgefällig-wissenschaftlichen Unverständlichkeit der Arzneimittelrezepturen
sich aufdrängt. Das alles wird schauspielerisch hinreißend gebracht in
frischer, schwungvoller Darstellung.
Schwarzwälder Bote. Treffsicherheit bewies Ute Könneke mit jedem ihrer Texte. Im
routinierten Geschäftsgeplapper des Versicherungsagenten, der Konditorin, der
Kunstgewerblerin, das jeweils sehr pointiert Unmenschlichkeit und Arroganz,
Bosheit und Herzlosigkeit bloßlegte. Ute Könneke hat bei diesen Nummern
Momentaufnahmen dummer, herzloser Geschäftigkeit mit wenigen, aber kräftigen
Akzenten zu einer großen Tiefenwirkung verholfen, wie es gute Kabaretttradition
und -kunst ist...Die Zurückhaltung des Rolf Könneke ging zum Vorteil der
Musik...Ute und Rolf Könneke haben so wieder einen prachtvollen, herrlichen
Kabarettabend gestaltet, an dem in jeder Szene eine sehr glückhafte
Zusammenarbeit spürbar ist. Im herzlichen Beifall des großen Publikums wurde
auch die Freude darüber deutlich, daß ein solch anspruchsvolles Kabarett in
einer Stadt wie Freudenstadt möglich ist.
Schwarzwälder Bote. "Abrisse" ist der Titel ihres Kabarettabends, das
ist: ein Querschnitt ihrer Arbeit.. das Aus für das einzige Kabarett in
Freudenstadt....So sehr die Könnekens der Abbruch des alten Keplergymnasiums
trifft, mit schwarzem Humor verarbeiten sie das eingeläutete Finale einer
schöpferischen Ära...Wenn auch Rolf Könneke den Moderator mimt und mit seiner
elektronischen Orgel und insgesamt vier Gitarren dem Abschiedsprogramm die
Akzente gibt, der Star des Abends bleibt unbestritten Ute Könneke. Sparsam mit
Requisiten...schafft es die Kabarettistin mit Gestik, Mimik und Stimme, vor dem
Zuschauer imaginäre Bilder aufzubauen. Man hat sie vor sich: den schmachtenden
Grafen, die süßlich-naive Comtesse und die altjüngferliche Zofe, die sich vor
Eifersucht verzehrt...Der abrupte Wechsel und der Doppelsinn sind ihre Stärke.
Mit Lächeln und schmelzender Stimme brilliert sie im Zynismus.
Südwestpresse. Dran sind alle im neuen Kabarettprogramm "Vorsicht!
Frisch getönt!" von und mit Ute und Rolf Könneke: die Frommen und die
Politiker, die neunmalklugen Pädagogen und Psychologen ...Nach fast einem Jahr
Pause haben Ute und Rolf Könneke nichts von ihrem rabenschwarzen Humor verloren...Zu
gut waren die Szenen, der "Krea"-Abend, als daß man befreit ins Freie
trat...Ja, amüsant und spritzig frech war das Programm, nur trotz Schmunzeln
steckte noch ein kleiner Kloß im Hals - der kabarettistisch vorgehaltene
Spiegel war eben auf Hochglanz poliert.
Schwarzwälder Bote. Keine Frage: "Doppelt belichtet", das Programm von
Ute und Rolf Könneke, zog am Montag abend buchstäblich die Massen ins Stadthaus
und hielt sie dort auch knapp zwei Stunden im Bann bissiger Gegenwarts-Satire,
kombiniert mit musikalischen Einlagen und tagespolitischem Bezug.
Schwarzwälder Bote. Schmiß und Biß zeichnete den "Abend zu zweit" aus,
zu dem das Kabarettistenduo Ute und Rolf Könneke ins Talhaus eingeladen hatte.
In ihrem neuen Kabarettprogramm boten sie ein spritziges Potpourri aus Szenen,
musikalischen Intermezzi und Liedern von Georg Kreisler. Seit dreißig Jahren
auf der Kleinkunstbühne, zählen die beiden bereits zu den "alten
Hasen" im Geschäft, und in der Tat brauchen sie sich mit ihren eigenen Nummern
neben den Chansons des Altmeisters des österreichischen Kabaretts nicht
verstecken. Mit scharfem Blick porträtiert Ute Könneke diverse Zeitgenossen,
wie wir sie alle so kennen und lieben...Bloß zur Entspannung kündigt Rolf
Könneke seine musikalischen Solos an, nur um sofort furios-virtuos ganze
Orchesterpartituren in die Saiten einer einzigen Gitarre zu zwingen....Das
Publikum dankte es mit lang anhaltendem Applaus.